Krankheiten
Die wohl häufigste Krankheit, mit dem ein Schlangenhalter zu tun hat, ist der Milbenbefall. Milben kann man sich durch einen Neuzugang, ein Futtertier oder Bodengrund ins Haus bringen. Meist wird der Milbenbefall erst dann bemerkt, wenn eine Schlange auffällig oft und ausgiebig badet und man eventuell noch tote Milben (zu erkennen als kleine schwarze Pünktchen) in der Wasserschale findet.
Hat man Milben entdeckt, ist es wichtig schnell eine Behandlung einzuleiten, da sich die Milben extrem schnell vermehren und auch rasch andere Terrarien befallen können. Auch wenn man es kaum glauben mag, kann ein Milbenbefall zu schweren Erkrankungen der Schlange führen.
Die Behandlungsmethoden bei Milbenbefall sind sehr vielfältig und zum Teil auch recht umstritten. Ein Patentrezept gibt es sicherlich nicht und so ist es am sinnvollsten, sich gut bei einem reptilienkundigen Tierarzt über die geeignete Behandlungsmethode informieren zu lassen. Dies ist so wichtig, da man bei unsachgemäßer Handhabung der Produkte den Schlangen auch großen Schaden zufügen kann.
Oft sind Schlangen auch von Innenparasiten, wie zum Beispiel Würmern, befallen, welche man nur durch die Untersuchung einer Kotprobe feststellen kann. Auch hier wird der Tierarzt bei einem möglichen Befall eine entsprechende Medikamentengabe verordnen.
Auch der Pilzbefall einer Schlange kommt recht häufig vor. Diesen erkennt man an rötlich-bräunlich verfärbten Schuppen an der Bauchseite, die meist auch noch "angefressen" aussehen.
Ein unbehandelter Pilz kann schlimmstenfalls die inneren Organe der Schlange befallen. Mit einfachen Mitteln, wie Bädern oder Salben, aber vor allem durch eine Änderung der Haltungsbedingungen (kein zu feuchter Bodengrund!) kann man hier schnell Abhilfe schaffen.
Bei falschen Haltungsbedingungen (zu hohe/ niedrige Luftfeuchtigkeit, zu hohe/ niedrige Temperaturen) kann es sehr schnell zu Atemwegserkrankungen der Schlange kommen. Diese erkennt man daran, dass die Schlange Probleme mit der Atmung bekommt und daher mit weit offenem Maul und aufgerichtetem "Oberkörper" im Terrarium liegt. Oftmals kommt es hier auch zu Schleimabsonderungen aus Maul und Nase und man kann pfeifende/ rasselnde Atemgeräusche hören. Im Anfangsstadium der Krankheit kann man bereits durch Veränderungen der Haltungsbedingungen eine Besserung oder gar Heilung erzielen.
Kommt es jedoch zu keiner Linderung, ist auch hier ein Tierarztbesuch unumgänglich.
Generell kann man sagen, dass es besser ist bei Erkrankungen der Schlange, einen reptilienkundigen Tierarzt zu Rate zu ziehen als alleine mit irgendwelchen Medikamenten zu experimentieren, da dies oft noch mehr Schaden anrichten kann.
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